Aktuelles aus dem Treffpunkt

 


 Flüchtlinge berichten in Heede von ihrem Weg ins Emsland
„Treffpunkt Flüchtlingshilfe“ informiert im Haus des Bürgers

(Bericht der Ems-Zeitung vom 19.02.2016)Treffpunkt Fluechtlinge 2016

Bei einem Treffen im Haus des Bürgers haben die in Heede untergebrachten Flüchtlinge von ihrem Weg nach Deutschland berichtet. Interessierte Bürger hatten bei der Veranstaltung die Möglichkeit, die neuen Dorfbewohner kennenzulernen. Das teilte der „Treffpunkt Flüchtlingshilfe Heede“ mit.
Ein junger Mann aus Syrien hat laut der Mitteilung über die Gründe seiner Flucht gesprochen und die gefährliche Reise aus seiner Heimat bis zur Ankunft in Heede beschrieben. Auch die Übergriffe in der Silvesternacht in Köln seien Thema gewesen: Ein Flüchtling aus Aleppo (Syrien) habe sich zu Wort gemeldet und gesagt, wie sehr alle Heeder Flüchtlinge die Ereignisse bedauerten. Er habe außerdem allen Helfern für die gute Aufnahme in der Gemeinde gedankt.
Martin Haverkorn von der Gruppe Treffpunkt stellte bei dem Treffen Ayham Younes vor, der vor 18 Jahren aus Syrien nach Deutschland gekommen sei und hier studiert habe. Younes habe sich angeboten, seinen Landsleuten als Dolmetscher zur Verfügung zu stehen. Dadurch sei er eine große Hilfe für den „Treffpunkt Flüchtlingshilfe“.
Die ehrenamtliche Arbeit des Treffpunkts, der sich jeden Montag um 17 Uhr zu einem Deutsch- und Integrationskurs mit Flüchtlingen im St.-Josef-Haus treffe, stellte Haverkorn im Verlauf der Veranstaltung vor. Der Treffpunkt stelle, wenn gewünscht, jedem Flüchtlingshaushalt in Heede einen Paten zur Seite. Außerdem helfe er den Flüchtlingen bei Behördengängen, technischen und Transportproblemen und stelle den Kontakt zu weiteren Flüchtlingshilfen, dem DRK, den Kleiderkammern und der Tafel her. Wegen der wachsenden Zahl von Flüchtlingen seien weitere Helfer beim Treffpunkt herzlich willkommen.
Die Resonanz der Heeder auf die Veranstaltung war laut Mitteilung so groß, dass der Saal voll besetzt war. Bürgermeister Antonius Pohlmann (CDU) habe berichtet, dass mittlerweile 36 Flüchtlinge aus den Ländern Syrien, Irak, Albanien und Montenegro in der Gemeinde untergebracht seien. Bis Ende März würden weitere erwartet.

 


Heeder Flüchtlinge demonstrierten am 28.01. in Dörpen

Syrische Flüchtlinge, die in Heede wohnen, wollten ein Zeichen setzen und sich für die Gastfreundschaft bedanken, die ihnen entgegen gebracht wird. Dazu verteilten sie Flugblätter und verschenkten Blumen an die Mitmenschen auss der Samtgemeinde.

 


 Bericht aus "EL am Sonntag" vom 03.01.2016

Ergänzungen aus dem Treffpunkt:

Gemeinsam mit den Organisatoren der Motorradwallfahrt verbrachten wir -die Teilnehmer des Treffpunktes- einen gemütlichen vorweihnachtlichen Nachmittag. Es wurde zusammen Leckeres aus mehreren Ländern gegessen, sich in verschiedenen Sprachen und mit Händen und Füßen unterhalten und vor allem viel gemeinsam gelacht. Besonders bei den Kindern, aber auch bei den Erwachsenen sorgten die liebevoll gepackten Pakete für leuchtende Augen.
Wir bedanken uns bei den Organisatoren der Motorradwallfahrt für die Unterstützung und bei allen Teilnehmenden für einen rundum gelungengen Nachmittag.

 

 


Morgens arbeiten, nachmittags Deutschkurs, abends Fußball
   – zur Situation der Flüchtlinge in Heede

(Bericht aus dem Heeder Sportecho Nr. 149 vom 04.12.2015)

Liebe Sportfreunde,
das Thema „Flüchtlinge“ begleitet uns tagtäglich in den Medien und geht auch an unserem Sportverein nicht spurlos vorüber. In dem Artikel möchten wir über die Situation der Flüchtlinge in Heede berichten.
Die Not der meisten Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, um vor allem Sicherheit in unserem Land zu finden, ist groß. Über 100 Männer, Frauen und Kinder hat die Samtgemeinde Dörpen aufgenommen und wie ihr sicher bereits mitbekommen habt, haben etwa 31 Flüchtlingen vorerst ein neues, sicheres Zuhause in Heede gefunden.
Die Männer, Frauen und Kinder kommen aus den Ländern Albanien, Syrien und Montenegro und wohnen in Privatwohnungen, die von der Samtgemeinde Dörpen angemietet wurden, so dass oftmals die Vermieter sich der neu Ankommenden annehmen und ihnen zunächst mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Außerdem haben sich in unserer Gemeinde einige Frauen, Männer und Jugendliche entschieden, den Flüchtlingen zu helfen, damit diese ihren neuen Alltag in der Fremde meistern können.
Die Helfer unterstützen bei alltäglichen Dingen, was ohne Sprach- und Ortskenntnis zunächst allein schwierig wäre: Begleitung bei Behördengängen, Einführung in die Deutsche Sprache und Kultur und am wichtigsten die Integration (Besuch der Grundschule und des Kindergartens, Arbeit bei der Gemeinde (Bauhof), Aufnahme in den Sportverein, etc.).

Deutsch- und Integrationskurs

fluechtlingshilfeDie unbekannte Sprache und kaum vorhandene Englischkenntnisse stellen für viele Neuankömmlinge eine große Barriere dar. Mehr als die Hälfte der zurzeit in Heede lebenden Flüchtlinge nimmt regelmäßig montagnachmittags am Deutsch- und Integrationskurs teil, der sich jede Woche im Haus St. Josef trifft. Während die Kinder spielen und dabei unterstützt durch freiwillige Helfer Deutsch lernen, lernen in der Zwischenzeit die Jugendlichen und Erwachsenen Grundbegriffe der deutschen Sprache. Dabei wird versucht, durch Rollenspiele einen Alltagsbezug herzustellen. Es wird nicht nur gepaukt, sondern auch viel gelacht, da es oft – mangels einer gemeinsamen Verständigungssprache (die Schüler können weder Deutsch noch Englisch, die Lehrer weder Arabisch oder Serbisch) – zu lustigen Missverständnissen kommt.   
Geprägt ist die Atmosphäre durch gegenseitigen Respekt, die große Bereitschaft zu lernen und zu arbeiten sowie Spaß und Dankbarkeit - angesichts der unterschiedlichen Kulturen, die hier aufeinander treffen, keine Selbstverständlichkeit.
Geplant sind in Zukunft, wenn sich die Deutschkenntnisse etwas verfestigt haben, Koch- und Back- sowie gemeinsame Spielenachmittage. Über die Homepage der Gemeinde Heede und über die Pfarrnachrichten wird über die Veranstaltungstermine informiert werden. Herzlich sind dazu die Mitglieder des Sportvereins aber auch alle anderen Gemeindemitglieder eingeladen.

Bericht von der Hobbytruppe
„Tor too small!“ grinst Ayman und zeigt in die Richtung, in die der Ball weit am Tor vorbeigesegelt ist. Die arabische Anweisung seines Landsmannes können wir nicht verstehen, aber die Schnelligkeit, mit der sich Ayman in Richtung Ball in Bewegung setzt, lässt keinen Zweifel daran, dass ihm deutlich gemacht wurde, den Ball selbst wiederzuholen. Wenig Sprache bedarf es, um sich im Fußball zurechtzufinden. Und so sind drei der Flüchtlinge aus Syrien sehr dankbar, dass sie donnerstags ab 20 Uhr am Training der Hobbymannschaft teilnehmen können, was auch der unkomplizierte Umgang des Vorstandes ermöglichte.    

Alles in allem können wir sagen, dass anfängliche Unsicherheit durch Kennenlernen und gemeinsame Aktivitäten einem Gemeinschaftsgefühl gewichen ist.
Wer mehr wissen oder sich einbringen möchte, kann sich auf der Homepage der Gemeinde Heede informieren.

Im Namen der freiwilligen Helfer
Daniel Abeln und Martin Haverkorn